Fritz-Feigl-Preis

Bild vergrößern
Fritz Feigl

Die ASAC vergibt im Jahr 2018 wiederum den Feigl Preis für wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Analytischen Chemie.

Der Preis ist für ÖsterreicherInnen im In- und Ausland oder für AusländerInnen in Österreich vorgesehen, welche zum Einreichungsstichtag 15. Juli 2018 das Alter von 40 Jahren nicht überschritten haben und nach dem Doktorat in der Forschung tätig sind.

Eigenbewerbungen oder Nominierungen durch einen wissenschaftlichen Mentor sind möglich.

Auswahlkriterien sind unter anderem die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen, die Originalität der Forschungsleistungen, der Response in der Fachwelt (Anzahl der Zitierungen bzw. H-Index) und temporäre Forschungsaufenthalte im Ausland.

Der Feigl Preis ist mit € 1500,- dotiert und wird auch im Jahr 2018 durch die Fa. Bruker gesponsert.

Bewerbungen richten sie an Univ. Prof. Dr. Günter Allmaier (TU Wien, Institut für Chemische Technologien und Analytik, Getreidemarkt 9/164IAC, 1060 Wien,Austria,  guenter.allmaier@tuwien.ac.at). Es wird davon ausgegangen, dass die Bewerber ASAC/GÖCH-Mitglieder sind oder werden.


Stiftung und Vergabe seit 1950 in unregelmäßigen Abständen.
Der Namensgeber dieses Preises, Fritz FEIGL, zählt zu den schillerndsten Analytikern Österreichs, dessen bewegter Lebensweg gezeichnet war durch die politischen Verhältnisse in den Dreißigerjahren. Fritz Feigl ist der Begründer der Tüpfelreaktionen und der Tüpfelanalyse, die vielfach auch heute noch in verschiedenen Bereichen der Chemie und Pharmazie Anwendung findet. Der Feigl-Preis soll bevorzugt an jüngere KollegInnen mit Fokus einer akademischen Laufbahn vergeben werden, in Auszeichnung deren wissenschaftlicher Entwicklung.



Fritz Feigl geb. 15.Mai 1891 in Wien

1914: Beginnt seine fachliche Vertiefung in Analytischer Chemie an der TH Wien und  im chemischen Labor des Volksheim Ottakring

1920: Promotion TH Wien, "Über Verwendung von Tüpfelreaktionen in der qualitativen Analyse".

1927: Habilitation in Anorgnische Experimental- und Analytische Chemie an der Universität Wien

1936: Außerordentlicher Professor für Anorgnische Experimental- und Analytische Chemie an der Universität Wien

1938: Flucht über die Schweiz nach Belgien

1940: Flucht über Frankreich, Andorra, Spanien und Portugal nach Brasilien

1941-1961: Leiter des Laboratorio da Producao Mineral des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums

1941-1971: Professur an der Universidade Federale do Rio de Janero

In über 500 Publikationen ist sein wissenschaftliches Ouvre und  in folgenden Buchklassikern dargelegt:

"Qualitative Analyse mit Hilfe von Tüpfelreaktion" 1931 über die Basis und Anwendungen von Tüpfelreaktionen zur Detektion von anorganischen und organischen Verbindungen in den Naturwissenschaften, Medizin und Technik 

"Chemistry of Specific, Selective and Sensitive Reactions" 1949 über Tüpfelreaktion, neue chemische Konzepte, präzise Definition von Identifikationsgrenzen, Unterschied zwischen spezifischen und selektiven Reaktionen, Maskierung/Demaskierung von chemischen Reaktionen, selektiver Funktionalismus, und Entwicklung neuer Reaktionen.

Bisherige Preisträger des Feigl-Preises:


  • Herbert BALLCZO (Wien) 1950
  • Gerald KAINZ (Wien) 1950
  • Hanns MALISSA sen. (Wien) 1950
  • Hans SPITZY (Graz) 1950
  • Herbert HABELANDT (Wien) 1951
  • Hermengild FLASCHKA (Atlanta) 1953
  • Herbert WEISZ (Wien) 1955
  • Vinzenz ANGER (Wien) 1961
  • Lambert OTTENDORFER (Wien) 1963
  • Werner JÜTTE (Wien) 1970
  • FRIEDEMANN-BACHLEITNER (Innsbruck) 1970
  • Ian MARR (Aberdeen) 1970
  • Wolfgang MERZ (Ludwigshafen) 1970
  • Hugo ORTNER (Graz) 1970
  • Manfred GRASSERBAUER (Wien) 1977
  • Anton BURGER (Innsbruck) 1980
  • Erich SCHMID (Wien) 1980
  • Vasil SIMEONOV (Sofia) 1980
  • Wolfhard WEGSCHEIDER (Graz) 1980
  • Hans PUXBAUM (Wien) 1987
  • Otto WOLFBEIS (Graz) 1987
  • Hans MALISSA jun. (Linz) 1987
  • Ernst KENNDLER (Wien) 1990
  • Matthias OTTO (Freiberg) 1990
  • Gerhard STINGEDER (Wien) 1990
  • Manfred SCHREINER (Wien) 1993
  • Wolfgang BUCHBERGER (Linz) 1993
  • Gernot FRIEDBACHER (Wien) 1996
  • Günter ALLMAIER (Wien) 1996
  • Rudolf KRSKA (Tulln) 2000
  • Peter OEFNER (Stanford) 2002
  • Bernhard LENDL (Wien) 2003
  • Thomas PROHASKA (Wien) 2003
  • Boris MIZAIKOFF (Washington) 2004
  • Michael LÄMMERHOFER (Wien) 2005
  • Walter GÖSSLER (Graz) 2006
  • Christian KLAMPFL (Linz) 2007
  • Stephan HANN (Wien) 2008
  • Herbert OBERACHER (Innsbruck) 2009
  • Hanno STUTZ (Salzburg) 2009
  • Gunda KÖLLENSPERGER (Wien) 2010
  • Peter LIEBERZEIT (Wien) 2011
  • Rainer SCHUHMACHER (Wien) 2012
  • Martina MARCHETTI-DESCHMANN (Wien) 2013
  • Franz BERTHILLER (Tulln) 2014
  • Alexander LEITNER (Zürich) 2014
  • Sergey BORISOV (Graz) 2015
  • Matthias RAINER (Innsbruck) 2016
  • Victor U. WEISS (Wien) 2017



 Download:
 4,11KB PDF File Fritz Feigl (Günter Allmaier)


 
© 2010 Österreichische Gesellschaft für Analytische Chemie Sitemap