Stiftung und Vergabe seit 1950 in unregelmäßigen Abständen,
Der Namensgeber dieses Preises, Fritz FEIGL, zählt zu den
schillerndsten Analytikern Österreichs, dessen bewegter Lebensweg
gezeichnet war durch die politischen Verhältnisse in den Dreißigerjahren.
Fritz Feigl ist der Begründer der Tüpfelreaktionen und der Tüpfelanalyse, die
vielfach auch heute noch in verschiedenen Bereichen der Chemie
und Pharmazie Anwendung findet. Der Feigl-Preis soll bevorzugt an jüngere KollegInnen
mit Fokus einer akademischen Laufbahn vergeben werden, in
Auszeichnung deren wissenschaftlicher Entwicklung.
Fritz Feigl geb. 15.Mai 1891 in Wien
1914: Beginnt seine fachliche Vertiefung in Analytischer Chemie
1920: Assistenzprofessor an der Universität Wien,
"Über Verwendung von Tüpfelreaktionen in der qualitativen Analyse".
1935-1937: Titular Professor für Anorganische Analytische Chemie
1938: Flucht über die Schweiz nach Belgien
1940: Flucht über Niederlande und Frankreich nach Brasilien
1940-1971: an der Universidade Federale do Rio de Janero
In über 500 Publikationen ist sein Hauptwerk in folgenden Buchklassikern veröffentlicht:
"Qualitative Analyse mit Hilfe von Tüpfelreaktion"
"The Chemistry of Specific, Selective and Sensitive Reactions" über
Tüpfelreaktion, neue chemische Konzepte, präzise Definition von
Identifikationsgrenzen, Unterschied zwischen spezifischen und
selektiven Reaktionen, Maskierung/Demaskierung von chemischen
Reaktionen, selektiver Funktionalismus, und Entwicklung neuer Reaktionen.
Bisherige Preisträger des Feigl-Preises:
Herbert BALLCZO (Wien) 1950
Gerald KAINZ (Wien) 1950
Hanns MALISSA sen. (Wien) 1950
Hans SPITZY (Graz) 1950
Herbert HABELANDT (Wien) 1951
Hermengild FLASCHKA (Atlanta) 1953
Herbert WEISZ (Wien) 1955
Vinzenz ANGER (Wien) 1961
Lambert OTTENDORFER (Wien) 1963
Werner JÜTTE (Wien) 1970
FRIEDEMANN-BACHLEITNER (Innsbruck) 1970
Ian MARR (Aberdeen) 1970
Wolfgang MERZ (Ludwigshafen) 1970
Hugo ORTNER (Graz) 1970
Manfred GRASSERBAUER (Wien) 1977
Anton BURGER (Innsbruck) 1980
Erich SCHMID (Wien) 1980
W. SIMEONOV (Sofia) 1980
Wolfhard WEGSCHEIDER (Graz) 1980
Hans PUXBAUM (Wien) 1987
Otto WOLFBEIS (Graz) 1987
Hans MALISSA jun. (Linz) 1987
Ernst KENNDLER (Wien) 1990
Matthias OTTO (Freiberg) 1990
Gerhard STINGEDER (Wien) 1990
Manfred SCHREINER (Wien) 1993
Wolfgang BUCHBERGER (Linz) 1993
Gernot FRIEDBACHER (Wien) 1996
Günter ALLMAIER (Wien) 1996
Rudolf KRSKA (Tulln) 2000
Peter OEFNER (Stanford) 2002
Bernhard LENDL (Wien) 2003
Thomas PROHASKA (Wien) 2003
Boris MIZAIKOFF (Washington) 2004
Michael LÄMMERHOFER (Wien) 2005
Walter GÖSSLER (Graz) 2006
Christian KLAMPFL (Linz) 2007
Stephan HANN (Wien) 2008
Herbert OBERACHER (Innsbruck) 2009
Hanno STUTZ (Salzburg) 2009